1. Was sind die normalen Laborzeiten?

Versuchszeit: 8:30 -16:30 Uhr

Wenn es sich ergibt, dass ein Versuch erträglich länger läuft, dann ist das kein Problem und kostenlos. Wenn absehbar mehrere Stunden länger gearbeitet werden soll, dann sind Überstunden mit dem in den Laborbedingungen genannten Satz zu bezahlen.

2. Wie viel Material (Substrat und Beschichtungsflüssigkeit) benötigen wir?

Substrate

Optimalerweise sollte die Länge des Substrates etwas größer als:

zu beschichtende Länge + 2 x Maschinenlänge

Dann ist es möglich, mit dem Originalmaterial die Maschine zu füllen und nach dem Versuch auch gefüllt zu lassen (als Einfädelhilfe für spätere Versuche).

 

Flüssigkeit

Die Mindestmenge der Flüssigkeit berechnet sich nach:

Beschichtungsbreite x Beschichtungslänge x Nassschichtdicke + Totvolumen (Pumpe, Düse, Schläuche usw.)

 

Diese Regeln gelten jedoch nur in denjenigen Fällen, in denen alle Versuche ohne jede Komplikation verlaufen. Dies ist bei Versuchen jedoch häufig nicht der Fall. Vielmehr müssen Düsen Rakel Foulardbecken usw auch ungeplant gereinigt und neu gefüllt werden. Das für solche Zwischenstopps verbrauchte Totvolumen an Flüssigkeit kann vielfach größer sein als der oben berechnete Idealfall. Deshalb empfiehlt es sich, eine hinreichend große Menge zur Sicherheit anzuliefern. Die ungünstigste Situation ist diejenige, dass man einen Versuch abbrechen muss, weil kein Material mehr vorhanden ist.

3. Können wir eine begrenzte Substratlänge auch mit Vor- und Nachläufer beschichten?

Im Prinzip ja. Das Verfahren birgt jedoch etliche Risiken:

  • der Vor- und Nachläufer verhält sich in der Maschine oft nicht so, wie das Originalmaterial.
  • man braucht Splicestellen, die dem Bahnzug und den Temperaturen im Trockner standhalten.
  • man muss die Beschichtung punktgenau nach dem ersten Splice starten und vor dem zweiten Splice stoppen.
  • Splicestellen können in engen Spalten hängen bleiben (z.B. Corona).

Aus diesen Gründen empfiehlt es sich, möglichst das Originalmaterial auch als Vor- und Nachläufer zu benutzen.

4. Welche Mischer stehen zur Verfügung?

a) 20 l Mischer mit Flügelrührer oder Dispergierscheibe. Randabschaber. Evakuierungsmöglichkeit zur Entgasung. Rührbehälter heiz- oder kühlbar.

b) Labordispermat für Behälter bis ca 3l. Dispergierscheibe oder Flügelrührer.

c) Laborrührer für Behälter bis ca 2l. Flügelrührer.

d) Labormagnetrührer

5. Welche Messmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

a) mechanischer Nassschicht-Kamm

b) diverse Waagen von µg bis kg (mit definierten Probenscheidern)

c) mechanische und mechanisch/elektronische Taster

d) radiometrische Absorption (on-line)

e) Mikroskope und ein Dünnschnittgerät

f) optische Absorption (in naher Zukunft)

g) Viskosimeter

h) Kratzfestigkeit (Bleistifthärte)

i) UV-VIS-NIR-Spektrometer

 

Darüber hinaus können für speziellere Aufgaben nahezu beliebige Messverfahren von Herstellern für Versuche ausgeliehen oder gemietet werden. Beispiele: Mikrowellen- Restfeuchtemessung, Weißlichtinterferometrie

6. Können Abfälle durch Coatema entsorgt werden?

Im Allgemeinen nein. Die Grundregel der Laoborbedingungen sagt, dass alle Materialien vom Kunden anzuliefern und auch wieder abzuholen sind. Coatema ist als Maschinenbauer mit den jeweils anzuwendenden Lieferbedingungen für Chemikalien nicht vertraut. In Sonderfällen kann Coatema einen Entsorger mit der Beseitigung von Reststoffen beauftragen. Dies wird gesondert in Rechnung gestellt.

7. Können wir Eex- oder TOX-Stoffe verarbeiten?

Im Allgemeinen ja. Die Maschinen sind dafür ausgerüstet. Ob unter den besonderen Bedingungen des Technikums zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind (insbesondere für TOX-Stoffe), ist im Einzelfall mit dem Kunden abzustimmen. Der Kunde versorgt Coatema mit den geeigneten Unterlagen wie MSDS und dgl.